Lärm                                          
Initiative
Schallstadter
Anwohner  

Grüne Versprechungen und nichts dahinter:

Badische Zeitung vom 21.01.2012:


"Die jetzige Situation ist untragbar", meinte Bärbl Mielich (Bündnis 90/Die Grünen) und versprach, sich für den Wunsch Ebringens nach einem Kreisverkehr stark zu machen: "Wichtig ist vor allem eine zeitnahe Lösung des Ebringer Verkehrsproblems." Seit Jahrzehnten werde diskutiert und geplant – jetzt müsse ein Knopf an die Sache gemacht werden. Deshalb will die Abgeordnete aus Pfaffenweiler das Anliegen schnell an das Verkehrsministerium in Stuttgart herantragen. So könnten vielleicht schon beim Vor-Ort-Besuch der Staatssekretärin Gisela Splett zusammen mit Regierungspräsident Julian Würtenberger, den Landtagsabgeordneten und den Bürgermeistern der betroffenen Gemeinden am 31. Januar in Schallstadt, Lösungsansätze präsentiert werden.

Badische Zeitung vom 19.04.2012

Nach dem Kreisel gefragt

Rapp zu Gast in Ebringen.

EBRINGEN (tab). Das Verkehrsproblem an der Einmündung der Kreisstraße 4953 auf die L 125 und der dort von der Gemeinde Ebringen gewünschte Kreisverkehr waren Themen eines Vor-Ort-Besuchs des CDU-Landtagsgeordneten Patrick Rapp. Er hatte im Landtag gefragt, wie denn die Landesregierung zu dem gewünschten Kreisel stehe und wann mit seiner Realisierung zu rechnen sei.

Bürgermeister Rainer Mosbach und Vertreter des Gemeinderats begrüßte diese Nachfrage – wartet die Gemeinde doch schon lange auf eine Verbesserung der Anbindung. Wie Rapp in einer Pressemitteilung schreibt, habe ihm das Ministerium für Verkehr und Infrastruktur jetzt folgende Antwort gegeben: "Ein Umbau des Knotens zu einem Kreisverkehr erscheint derzeit nicht notwendig, da noch keine Defizite vorliegen, die einen solchen Umbau rechtfertigen." Weiter verweist das Ministerium auf das Verkehrskonzept, das in den nächsten Monaten für die Region rund um den Batzenberg erarbeitet werden soll.

Dieses Konzept wurde beim Besuch der Staatssekretärin im Stuttgarter Ministerium für Verkehr und Infrastruktur, Gisela Splett, Ende Januar in Schallstadt vereinbart (die BZ berichtete). Federführend soll bei der Erstellung das Regierungspräsidium (RP) Freiburg tätig sein. Beim Besuch von Patrick Rapp in Ebringen äußerten Bürgermeister und Gemeinderäte die Befürchtung, der Wechsel an der Spitze des RPs könnte das Verkehrskonzept verzögern – obwohl die ganze Region dringend darauf warte.

                           


Die Termine unserer Treffen werden rechtzeitig im Gemeindeblatt veröffentlicht.
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Leserbrief in der Badischen Zeitung am 01.12.2010

"Horrorszenarien vorgespielt"

Die seit Wochen angekündigte Herbstaktion in Form einer Demonstration gegen die Ortsumfahrung bescherte den B3-Anwohnern zumindest für zwei Stunden eine ruhige Dorfstraße. Mit einem mit dem Amtsblatt verteilten Flugblatt wurden die Einwohner der Ortsteile Schallstadts aufgefordert, an der Demonstration teilzunehmen.
Rechnet man die am "Demonstrationszug" die nach dem Stuttgarter Vorbild instrumentalisierten Kinder, Jugendlichen und sonstigen Unbeteiligten heraus und beziffert deren Anzahl wohlwollend mit einem Drittel, so verbleibt eine großzügig gerechnete Teilnehmerzahl von ca. 100 Personen,wobei deren Herkunft und Bezug zur Straße nicht weiter beleuchtet wurde. Man kann also davon ausgehen, dass bei günstigster Betrachtung glücklicherweise lediglich nur noch 1,6 % ! der Bevölkerung der Unvernunft der Umfahrungsverhinderung und deren Wortführer unterworfen sind. Das Umdenken in die richtige Richtung hat sich also weiter fortgesetzt. Der Beachtung dieser geringfügigen Minderheit wurde nach jeglichem Demokratieverständnis nunmehr ausreichend Beachtung geschenkt.
Vom Batzenberg aus wurde das Dorf mit dem angeblich zu erwartenden Lärm beschallt, obwohl der Bürgermeister erst vor wenigen Wochen laut Badischer Zeitung nichts von einem RE-Entwurf (Richtlinienentwurf) der Ortsumfahrung wusste. Erst wenn bekannt ist, in welcher Lage die Umfahrung gebaut wird, ist der Lärmpegel überhaupt festzustellen. Statt auf die Umfahrungsplanung positiven Einfluss zu nehmen, spielt man der Schallstadter Bevölkerung Horrorszenarien vor, deren Lärmpegel zum jetzigen Zeitpunkt absolut nicht nachweisbar ist.
Dass der Verkehr auf der Ortsdurchfahrt mit der Umfahrung laut Verkehrsgutachten vom Juli 2010 um 80% entlastet wird, darf im Amtsblatt Schallstadt nicht erwähnt werden. Laut Demonstrationsteilnehmer Bürgermeister Czybulka ist das eine "manchmal schwierige Argumentation, die nicht neu angeheizt werden soll". Aufgrund des Redaktionsrechts des Bürgermeisters beim Amtsblatt wurde der Satz mit der 80prozentigen Entlastungsquote, deren Inhalt offensichtlich in Schallstadt nicht verbreitet werden soll, aus dem von der Pro-Umfahrungsinitiative LISA eingereichten Text für das Amtsblatt der Gemeinde Schallstadt herausgekürzt.
Wir fordern die Entscheidungsträger weiterhin auf, das Projekt zügig zu bearbeiten.

Birgit Seger
LISA-Vorstand

Leserbrief zum Neujahrsempfang am 18.01.2010 in Schallstadt:

B 3 UMFAHRUNG, Fahrzeuge müssen irgendwo hin.
Zur Ansprache von Bürgermeister Jörg Czybulka beim Neujahrsempfang in Schallstadt (BZ vom 20. Januar) schreibt ein Leser:
Es ist erfreulich, dass Herr Czybulka wahrnimmt, dass es im Ort sowohl ein "Dafür" als auch ein (wie bei allem neuem) "Dagegen" zu der sich im Planfeststellungsverfahren befindlichen B 3-Umfahrung gibt. Wenn ich aber die vielen Aussagen der Autofahrer (davon auch viele aus den Ortsteilen) höre, dass sie nie und nimmer an dieser verkehrsreichen Straße mit ihrem Lärm und Gestank leben wollen und die Situation für die Anwohner erschreckend finden, kann ich nicht bestätigen, dass eine Mehrheit gegen eine Entlastung der Anwohner durch eine Umfahrung ist.

Herr Czybulka ist nicht zuletzt auch Bürgermeister der B 3 Anwohner und der Mitbürger, die für eine Umfahrung sind. Deshalb sollte es nicht sein Ziel sein, eine Entlastung der Anwohner durch eine Umfahrung zu verhindern. Und wenn er dies tut, dann müsste er eine zumindest gleich wirksame, realistische und dauerhafte Lösung des bisher (auch von ihm) nicht gelösten massiven Verkehrsproblems in Schallstadt nennen können. Die hohe Zahl der Fahrzeuge muss ja irgendwohin, nicht zuletzt sind wir alle Verkehrsteilnehmer! Und weniger Fahrzeuge werden es auch dann nicht, wenn man die (zudem noch utopischen) Forderungen aufstellt, wie Tempo 30 km oder gar hälftiger Abriss (wie ernsthaft gefordert wurde!) der 4-spurigen Schnellstraße St.Georgen. Selbst der diese "Lösungsmöglichkeiten" im Gemeinderat vertretende Besuch aus Stuttgart nannte als zwingende Bedingung, damit sein Verkehrskonzeptes überhaupt eine Auswirkung haben könnte, es von der gesamten Raumschaft mitgetragen werden müsste - aber das Gegenteil ist der Fall: Alle umliegenden Gemeinden kommentieren es mit gesenktem Daumen, die Umfahrungsgegner in Schallstadt stehen vollkommen isoliert da!

Christoph Güthner
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Leserbrief zum Presseartikel "Es kommt Bewegung in die Planung" vom 22.08.2009

Mit großer Freude habe ich mit meiner Familie als seit Jahrzehnten geplagte B3-Anwohnerin zur Kenntnis genommen, dass es mit der Planung der Ortsumfahrung endlich voran geht. Da im Planfeststellungsbeschluss der L 125 ein zeitnaher Ausbau der Ortsumfahrung festgeschrieben ist und nach diesem Beschluss z.B. Ausbaubreite, Geschwindigkeitsbegrenzungen usw.  die L 125 in Richtung Pfaffenweiler gebaut wurde, wird es allerhöchste Zeit, dass die vom Regierungspräsidium angedachte Lösung des Verkehrsproblems rund um den Batzenberg weiter bearbeitet wird. Der Pfaffenweilemer Gemeinderat hat auf der Basis dieses Beschlusses mit all seinen Inhalten dem L 125 Planfeststellungsbeschluss zugestimmt. Die Gemeinde Schallstadt sollte endlich ihren Glaubenskrieg gegen Pfaffenweiler beenden und einsehen, dass wir nicht den Verkehr nach Pfaffenweiler schicken können, weil wir ihn selbst nicht haben möchten. Außerdem ist der Schallstadter Gemeinderat für Schallstadt zuständig und nicht für Ehrenkirchen-Norsingen. Niemals würde ich es mir anmaßen, mich vor die Norsinger Häuser zu stellen und gegen deren Ortsumfahrung zu demonstrieren, wie es die Norsinger in Schallstadt schon gemacht haben. Sollen doch die Norsinger sich endlich für deren Ortsumfahrung aussprechen und auch dafür vor ihren Häusern demonstrieren. Die abgespeckte Variante unserer Ortsumfahrung klingt sehr vernünftig und ich freue mich darauf, einen Plan zu sehen.

Erika Danner, Wolfenweiler
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August 2009:

Es kommt Bewegung in die Planung

PFAFFENWEILER/SCHALLSTADT. Das Verfahren zum Bau der B-3-Ortsumfahrung Schallstadt nimmt wieder Fahrt auf: Nach erneuten Gesprächen mit dem Innenministerium des Landes hat das Regierungspräsidium Freiburg (RP) den Auftrag erhalten, einen so genannten Richtlinienentwurf für die Ortsumfahrung zu erarbeiten. Die notwendigen Planungen, das bestätigte Leo Andlauer vom Regierungspräsidium gegenüber der Badischen Zeitung, sind bereits an externe Büros vergeben: "Wir machen damit einen Schritt voran."

 Im vergangenen Jahr hat die Gemeinde Pfaffenweiler einen formellen Antrag auf Fortführung des Planfeststellungsverfahrens zur B-3-Ortsumfahrung Schallstadt beim Regierungspräsidium Freiburg gestellt. Die Antwort aus der Freiburger Behörde, so Bürgermeister Dieter Hahn in der jüngsten Pfaffenweiler Ratssitzung, liege schon eine Weile vor und sei aus Sicht Pfaffenweilers "erfreulich": Das Planfeststellungsverfahren ruhe ? wie nach einem Verkehrsgipfel mit Staatssekretär Rudolf Köberle im vergangenen Oktober gesagt ? durch die Ausarbeitung des Richtlinienentwurfs nun nicht mehr.

Bei diesem Entwurf handelt es sich nicht um eine Grob-, sondern, so Leo Andlauer, um eine "recht weitgehende Planung". Diese sei für die haushaltsrechtliche Genehmigung durch den Bund ? es handelt sich ja um eine Bundesstraße ? erforderlich. Der Entwurf beinhalte unter anderem eine Prüfung über die Verkehrswertigkeit der neuen Straße, setze sich mit bestimmten Vorgaben auseinander und ? ganz wichtig ? nehme die Kosten unter die Lupe.

Die belaufen sich bei der jetzigen Lösung auf rund 4,3 Millionen Euro. Vor einigen Jahren wurde bereits ein Entwurf mit Kosten von 8 Millionen Euro eingereicht ? und vom Bundesverkehrsministerium als zu teuer abgelehnt. Der Rotstift wurde angesetzt: Gestrichen wurden die aufwendigen "Überführungsbauwerke" am Knotenpunkt B 3/L 125 und K 4953. Dafür soll ein Kreisverkehr in der Fläche als deutlich günstigere Variante gebaut werden. Ebenso soll im Süden Schallstadts ein Kreisel entstehen. Und die Ortsumfahrung soll nicht ? wie einst geplant ? dreispurig, sondern nur noch zweispurig gebaut werden (die BZ berichtete). Die abgespeckte Variante liegt dem Innenministerium schon seit über einem Jahr zur Prüfung vor. Anfang 2009 kam dann grünes Licht aus Stuttgart. "Es hieß, dass die Richtung nun stimmt und mit dem Richtlinienentwurf begonnen werden soll", sagt Leo Andlauer. Für diesen sind etliche Gutachten und Vermessungen notwendig. Die Arbeiten wurden bereits vor drei Monaten an diverse Büros vergeben.

Dieses Jahr wird die Planung nicht mehr fertig "Wir gehen davon aus, dass der Richtlinienentwurf binnen Jahresfrist vorliegt", heißt es aus Pfaffenweiler. Daraus wird wohl nichts: Dieses Jahr, so Leo Andlauer vom Regierungspräsidium, wird die Richtlinienplanung nicht fertig. Es werde gut 2010. "Wie gesagt, dafür braucht es mehrere Gutachten", erklärt er. Liegt die Planung aber dann vor, geht sie zuerst ans Innenministerium in Stuttgart und dann zum Bundesverkehrsministerium. Falls Änderungen verlangt werden, so Andlauer, werden diese wieder von ihm und seinen Kollegen in Freiburg vorgenommen. "Und dann kann man ins Rechtsverfahren, also in die Planfeststellung gehen", sagt Andlauer von der Abteilung Straßenbau und Verkehrswesen.

Dieses Verfahren läuft bereits seit geraumer Zeit. Zwei Möglichkeiten, so erklärt Werner Hofmann, Leiter der Abteilung Wirtschaft, Raumordnung, Bau-, Denkmal- und Gesundheitswesen im RP, gibt für seine Weiterführung. Entweder werden die Änderung in das laufende Verfahren eingearbeitet. Je nach ihrem Umfang muss die Planung nochmals offengelegt werden und die Bürger hätten erneut die Möglichkeit, Einwendungen zu machen. 2005 sind 600 Einwendungen gegen die B-3-Ortsumfahrung Schallstadt beim RP eingegangen. Die zweite Möglichkeit ist, das laufende Verfahren abzuschließen und ein völlig neues in Gang zu setzen. Welche Variante greife, werde zu gegebener Zeit geprüft und dann entschieden.

Während man sich in Pfaffenweiler freut, dass wieder Bewegung in die Planung der Ortsumfahrung gekommen ist, wird das in Schallstadt mit "großem Erstaunen", so Bürgermeister Jörg Czybulka in der jüngsten Ratssitzung, zur Kenntnis genommen. "Ich weiß davon nichts, dass die Planung weitergeht. Ich werde mich an Staatssekretär Rudolf Köberle wenden und ihn fragen", so der Schallstadter Rathauschef. Ihn erstaune zudem, sagte er bezogen auf den Verkehrsgipfel 2008, dass das Regierungspräsidium andere Zusagen mache als das Innenministerium: "Da stimmt doch was in der Reihenfolge nicht." 

Autor: Tanja Bury

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Oktober 2008:

LISA begrüßt die Entscheidung der gerechten Verkehrsverteilung zwischen der L 125 und der B 3 und die politische Entscheidung, dass weiterhin an der Ortsumfahrung Schallstadt festgehalten wird.

Endlich ist klar, wie das Planfeststellungsverfahren der Ortsumfahrung Schallstadt weitergeht. Den eingeforderten Zeitrahmen haben wir erhalten.
Leider wird die Ortsumfahrung doch nicht so zeitnah gebaut, wie wir erwartet haben. Auch die neuen Verkehrszählungen werden die dringende Notwendigkeit der Ortsumfahrung Schallstadt beweisen.
Bisher sind alle Versuche der Ortsumfahrungsgegner, den Durchgangsverkehr auf andere Art und Weise zu reduzieren, gescheitert.
LISA wird deshalb weiterhin die Stimme zur Notwendigkeit zum Bau der Ortsumfahrung Schallstadt erheben.

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Unsere Bürgerinitiative trifft sich seit Februar 2004 regelmäßig. Die meisten unserer Mitglieder sind unmittelbar betroffene Anwohner der B3, also der Ortsdurchfahrt. Nach den ersten Treffen wurde schnell klar, was unser aller großer Wunsch ist: Die Blechlawine, die täglich direkt vor unseren Haustüren vorbei rollt , muss endlich raus aus unserem Dorf. Deshalb heißt unser Ziel:

Vordringlicher Ausbau der L 125 mit zeitnahem Neubau der B3 Ortsumfahrung!

Im Juni 2005 wurden in nur 3 Tagen 238 Unterschriften –ohne Kinderunterschriften! - von direkt betroffenen B3 Anwohnern gesammelt, die den unbedingten Wunsch nach einer Ortsumfahrung haben.

Nur mit einer Ortsumfahrung kann aus unserer Dorf-Autobahn wieder eine ruhigere Strasse werden. Aber es geht nicht nur um den Lärm sondern auch um die Gesundheit der Anwohner. Viele haben bereits Asthma und müssen deshalb ärztlich behandelt werden oder leiden unter Schlafstörungen. Deshalb ist die Leistungsfähigkeit in der Schule und im Beruf sehr eingeschränkt. Eine Kommunikation auf dem Gehweg oder direkt vor unseren Häusern und Wohnungen ist wegen der Lautstärke wie in den ruhigen Wohngebieten absolut nicht möglich. Das muss endlich ein Ende haben!

Dieses Verkehrsproblem kann nachweislich nicht nur mit dem Ausbau der L125 beseitigt werden. Selbst nach dem Bau der L 125 verbleiben immer noch 15.000 Fahrzeuge auf der Ortsdurchfahrt. Eine spürbare Entlastung werden wir nach dem Bau der Ortsumfahrung erfahren. Die Ortsumfahrung bedeutet eine Aufwertung des gesamten Ortes.

Wenn Sie auch für eine dauerhafte Entlastung der B3 sind, dann kommen Sie zu unseren Treffen und informieren Sie sich über die Einzelheiten. Unsere Termine und Aktion werden rechtzeitig im Gemeindeblatt und hier, auf unserer Seite, veröffentlicht.
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Warum es gefährlich ist, die >>Ortsrandstraße<< abzulehnen

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

immer mehr von Ihnen sind in den letzten Monaten

wegen des heftigen Widerstands einer Minderheit gegen die geltende Straßenplanung ins Grübeln gekommen. Und das ist gut so. Was nützt uns wirklich?

Ob Sie direkt an der heutigen B3 oder weiter ab wohnen, haben Sie Mut, vertrauen Sie Ihrem Verstand, bilden Sie sich selbst ein Urteil!

Das Planfeststellungsverfahren hinsichtlich der L 125 ist abgeschlossen, die L125 bereits im Bau.  Es ist inzwischen einfach unrealistisch, noch auf eine Verbreiterung der Schneckentalstraße zu hoffen. Und auch die Tonnagebeschränkung wird dort nicht am Tage der Verkehrsfreigabe fallen. Nur beim Bau einer vierspurigen L 125 wäre die Ortsdurchfahrt von Schallstadt und Wolfenweiler vom Verkehr entlastet worden.

Viele von Ihnen, vielleicht die meisten, mögen das bedauern,

- weil aus Ihrer Sicht, Pfaffenweiler künftig die Hauptlast des Durchgangsverkehrs tragen sollte,

- weil der Verkehr den Menschen dort allein schon von der Landschaft her eher als uns zuzumuten ist.

Aber wir leben nun einmal nicht in einer direkten Demokratie, sondern in einer parlamentarischen. Und deshalb würde es nichts nützen, falls wirklich die Mehrheit der Schallstadter und Norsinger die jetzige Planung ablehnte. Für die Entscheidungsträger im Land gelten eben noch andere Gesichtspunkte und vor allem haben sie die ihnen vom Wähler verliehene Macht, ihre Gesichtpunkte auch durchzusetzen. Andererseits stehen sie alle unter dem Zwang der leeren öffentlichen Kassen. Und deshalb sind sie anfällig für immer neue Sparmaßnahmen - auch dort wo’s weh tut, den Betroffenen weh tut. Und erst recht natürlich, wenn die Betroffenen [wie leider manche unserer Mitbürger] nicht glauben, dass es weh tut und die Entscheidungsträger sogar noch zum Sparen an der falschen Stelle auffordern.

- Keine „Ortsrandstraße“, deshalb „Rettung“ für etwas weniger als ein Prozent der Rebfläche, wofür jeder Winzer selbstverständlich in Geldwerten entschädigt wird. Wer entschädigt die B3-Anwohner finanziell für ihre sehr eingeschränkte Lebensqualität?

Was hieße das für uns, wenn die Ortsumfahrung nicht gebaut werden würde?

- Geringfügige Verringerung der Verkehrslast durch den geplanten Ausbau der L125 auf wahrscheinlich 17.000 bis 18.000 Fahrzeuge, die weiterhin täglich und nächtlich die Anwohner der gesamten Basler Straße. Keine Beeinträchtigung der Lebensqualität für drei bis fünf Anwohner der geplanten Umgehung.

- Verzicht auf die seit Jahrzehnten sich erstmals bietende reale Chance, unseren Dorfkern zu einem lebendigen, aber gleichzeitig lebens- und liebenswerten Ort umzugestalten.

Denn 5000 Fahrzeuge täglich und nächtlich sind genug!

Darauf haben Generationen gewartet.

Eine „Orts-Verödung“ wird es nicht geben und ein „totes“ Dorf schon gar nicht!

Was auch immer die traditionellen Meinungsführer sagen, wir werden auch die Verunsicherten unterstützen bei der Bildung eines wahrhaft unabhängigen Urteils.

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